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Die Kenntnis der einzuschagenden Richtung

Die Skulptur 'Die Kenntnis der einzuschlagenden Richtung' stellt ein bewegliches auf Wind reagierendes System dar. Das zum Mittelpunkt der drehbaren Konstruktion schräg ausgerichtete Segel weicht dem Winddruck - den Weg des geringsten Widerstandes suchend - solange nach vorne aus, bis sich in einem bestimmten Winkel frontal und seitlich auftreffende Windkräfte gegenseitig ausbalancieren. In dieser Position befindet sich das System im Zustand des 'hoch am Wind Segelns', der auf seine Weise die perfekte Einheit aus der Naturkraft Wind und dem die Naturgesetze nutzenden menschlichen Erfindungsgeist widerspiegelt. Im Gegensatz zu einer Windfahne, deren Fläche immer passiv dem Winddruck ausweicht, reagiert die Skulptur also 'aktiv' auf Wind, vergleichbar einem Segelboot oder auch einem Winddrachen. Schlägt der Wind um, bricht das Kräftegleichgewicht zusammen und das System stabilisiert sich in einer neuen Position. Durch hervorstechende Farbgebung wird die zentrale Funktion des Segels im Grenzbereich zwischen technischer Konstruktion und Naturkraft betont. Dem Betrachter bietet sich das Bild einer über ihm schwebenden fragilen und raumgreifenden Konstruktion, die unvorhersehbar von unsichtbaren Kräften bewegt wird und immer wieder verharrt. Je nach Position werden unterschiedliche Raumzusammenhänge hergestellt. Durch die 'endlose Reise' hoch über den Köpfen der Betrachter werden poetische Assoziationen geweckt. 

Die Kenntniss der einzuschlagenden Richtung (2006)

Gewerbe- und Landschaftspark Henrichshütte Hattingen
Stiftung für Kunst, Kultur und Denkmalpflege der Sparkasse Hattingen

Maße

Höhe 13.0 m / Breite 9.0 m / Tiefe 9.0 m

Materialien

Stahl, Aluminium, Kugellager